Ob es eine Hölle gibt, war eine Frage, die mich als Kind durchaus beschäftigt hat. Sehr sogar.
Denn als Kind eines katholischen Umfelds war es für mich ganz klar, dass es die Hölle gibt. Dass Sünder dort einfahren. Und dass es dort Teufel und Dämonen gibt, die einen verbrennen, mit glühenden Zangen quälen, mit Äxten in Stücke hauen oder weiß Gott was in den perversen Phantasien sadomasochistischer mittelalterlicher Apologeten sonst noch so auftaucht.
Natürlich glaubte ich an die Hölle – schließlich waren sich alle Erwachsenen um mich herum einig, und die würden mich ja nicht alle anlügen, oder?
Der Pfarrer malte gelegentlich in lebhaften Farben aus, was einen dort erwartete. Und das klang nicht nett. Es war also ganz klar, dass es die Hölle zu vermeiden galt. Und das hieß: Sich an die Gebote halten, und zwar sklavisch. Im Wortsinn.
Auch, wenn man als Kind die Gebote gar nicht genau versteht, zum Beispiel, was das „ehebrechen“ heißt, oder eine Frau zu „begehren“ oder was der „Tag des Herrn“ ist, den irgendwie niemand zu feiern schien.
An das Konzept der Hölle zu glauben, bedeutete ebenfalls, daran zu glauben, dass Gott einen beobachtet. Und beurteilt. Und zwar immer. In jeder wachen Sekunde – genau genommen sogar, wenn man schläft und wenn man sich unbewusst etwas wünscht.
Und es bedeutet: Wenn einer aus deiner Familie oder von deinen Freunden einen Fehler macht, eine Sünde begeht – dann landet er im Schmortopf und wird vom Teufel bis in alle Ewigkeit gefoltert. Davor hatte ich wirklich Angst.

Im Nachhinein – nachdem ich ein Alter der Vernunft erreicht und die Fesseln der katholischen Dogmatik einigermaßen abgelegt hatte – wurde mir klar, was für ein sadistisches Konzept das ist. Wie man Kinder damit quält, ihnen Angst in die Psyche pflanzt. Dass die Hölle im Grunde seelischer Missbrauch an Kindern ist. Dass sie die Keimzelle totalitären Denkens ist, der Aufgabe des Ich vor einem übermächtigen folterwilligen Wahnsinnigen namens Jahwe.
Und: Dass die Hölle von Menschen erdacht wurde, die einen Scheiß mehr über die Welt wissen können, als alle anderen. Die mir aber gerne im Hier und Jetzt anschaffen würden, was ich zu denken und zu tun habe.
Historische Ursprünge des Höllenkonzepts
Woher kommt der Gedanke einer Hölle?
Die Vorstellung einer Hölle als Ort ewiger Bestrafung oder „Verdammnis“ ist in vielen Religionen verankert. Betrachten wir einige der größeren Glaubenssysteme, insbesondere natürlich die monotheistischen Religionen.

Gehenna: die Hölle des Judentums
Im Judentum wird die Gehenna als ein Ort oder Zustand der Bestrafung und Läuterung beschrieben. Es wird oft als vorübergehender Ort betrachtet, an dem die Seelen für ihre Sünden büßen, bevor sie entweder in die Welt der Gerechten eintreten oder völlig ausgelöscht werden.
Achtung: Nicht verwechseln mit dem sogenannten Sheol (auch: Shoal). Sheol kann nicht direkt mit der Hölle gleichgesetzt werden, da es ursprünglich als ein allgemeines Totenreich ohne aktive Bestrafung oder Belohnung konzipiert war. Im Gegensatz zur Hölle ist Sheol ein neutraler Ort des Aufenthalts für alle Verstorbenen. Die Vorstellung von einem Ort der Bestrafung für die Bösen (Gehenna), wie es in der Hölle der Fall ist, entwickelte sich erst später im jüdischen Denken.
Zoroastrismus und „Duzakh“
Im Zoroastrismus gibt es eine Vorstellung von Hölle namens Duzakh, wo die Seelen der Ungerechten nach dem Tod bestraft werden. Dies ist Teil eines dualistischen Weltbildes, in dem das Gute gegen das Böse kämpft und die Seelen je nach ihren Taten belohnt oder bestraft werden.
Die Hölle des Taoismus
Im taoistischen Volksglauben gibt es Diyu, die Unterwelt oder Hölle, die in verschiedene Ebenen und Kammern unterteilt ist. Jede Kammer wird von einem Richter regiert, und die Seelen werden je nach ihren Vergehen bestraft, bevor sie wiedergeboren werden können.
Die Unterwelt im Alten Ägypten
Im alten ägyptischen Glauben gibt es die Duat, eine Unterwelt, in der die Seelen der Toten geprüft und oft bestraft werden. Der Übergang durch die Duat war gefährlich, und nur die Gerechten konnten in das ewige Leben im Jenseits eintreten.
Griechische Mythologie
Der Tartarus ist ein düsterer Teil der Unterwelt, der laut griechischer Mythologie weit unter dem Hades liegt. Es ist der Ort, an dem die Titanen und andere große Sünder bestraft werden.
Römische Religion
In der römischen Religion wird Orcus als ein Gott und Ort der Unterwelt betrachtet, wo die Seelen der Verstorbenen und die Sünder bestraft werden.
Aztekische Religion
Mictlan: In der aztekischen Mythologie ist Mictlan die Unterwelt, in die die Seelen der Toten eintreten müssen. Es ist ein langer und beschwerlicher Weg, der von zahlreichen Prüfungen geprägt ist.
Maya-Religion
Die Maya glaubten an Xibalba, eine Unterwelt, die von Göttern des Todes und der Krankheit beherrscht wird. Die Seelen mussten zahlreiche Prüfungen und Qualen erdulden, um Erlösung zu finden.
Polynesische Religionen
In den Glaubensvorstellungen der Polynesier gibt es Avaiki (auch Hawaiki), eine Unterwelt oder Heimat der Ahnen, die auch als eine Art Hölle betrachtet werden kann. Auch hier werden die Seelen (je nach ihrem Verhalten zu Lebzeiten) bestraft.
Die Vorstellung von einem Ort der Bestrafung und Läuterung für die Toten ist also in vielen Kulturen und Religionen verbreitet.
Höllendrohungen: der Ort der Bestrafung
Aber warum? Was bringt eine Hölle?
Was sind die kulturellen oder psychologischen Faktoren, die Menschen dazu bringen, sich eine Hölle auszudenken? Ihre Kinder und sich selbst mit Höllendrohungen zu verängstigen? Missliebige Menschen in die Hölle zu wünschen?
Wie wir gleich sehen werden: Die Hölle ist meist ein „Ort“ der moralischen Erziehung und sozialen Kontrolle. Das Verhalten der Lebenden wird durch die Aussicht auf Bestrafung nach dem Tod beeinflusst.
Das ist bis heute wirksam. In den Sozialen Medien ist es eine erwartbare Reaktion, dass auf Religionskritik oder Kirchenkritik mit einer geschmeidigen Höllendrohung geantwortet wird:
- „Du (und all die anderen Ketzer/Ungläubigen/Häretiker) werdet schon sehen.“
- „Wir werden ja sehen, wer zuletzt lacht, wenn Luzifer dich langsam am Spieß röstet.“
- Oder, mein Lieblingsspruch (weil er auch das Konzept der christlichen Liebe so unnachahmlich versinnbildlicht): „Wenn Jesus zurückgekehrt ist und ich zur Rechten Gottes sitze, werde ich deine Qualen mit Freuden beobachten.“

Die Vorstellung einer Hölle dient damit als Werkzeug zur Aufrechterhaltung sozialer Ordnung und moralischen Verhaltens. Und es funktioniert: Die Drohung mit ewiger Bestrafung kann Menschen dazu anregen, gesellschaftliche Normen und Regeln zu befolgen.
Besonders plausibel scheint dies in Gesellschaften, in denen weltliche Gerechtigkeit unvollständig oder unzureichend war. Also alle.
Denken wir nur an Sklaverei, Feudalwesen und natürlich jegliche Form von Konfessionalismus.
Hier bietet das Konzept der Hölle die ultimative Form der Gerechtigkeit: Es verspricht, dass alle Ungerechtigkeiten im Jenseits ausgeglichen würden.
Das kommt unserem Gerechtigkeitsempfinden entgegen. Denn (übrigens ist dies auch ein Teil der Theodizee-Frage) besonders ungerecht empfinden wir es ja, wenn so guten Menschen wie uns Böses widerfährt, schlechte und böse Menschen aber ungeschoren davonkommen.
Oder aber nicht willfährig die jeweilige Heilsbotschaft monotheistischer Religion mitverbreiten oder gar anzweifeln.
Wie tröstlich da der Gedanke, dass die wenigstens im Jenseits Saures kriegen.
In der jüdischen Tradition wird die Gehenna als ein Ort des Feuers und der Bestrafung für die Bösen erwähnt. Passt. Diese Vorstellung findet sich auch im Neuen Testament des Christentums, wo Jesus mehrmals von der Hölle als einem Ort des „ewigen Feuers“ spricht. Die Sünden werden also quasi mit unendlich Zinsen zurückgezahlt. Auge um Auge. Im Islam gibt es die Hölle, bekannt als Jahannam, die für diejenigen vorgesehen ist, die ungläubig oder ungehorsam waren. In den meisten Höllen sind Plätze für Apostaten und Häretiker explizit reserviert.

Das Leid der Sünder in der christlichen Hölle
Sehen wir uns als Beispiel die christliche Hölle an. In der christlichen Hölle wird angenommen, dass Sünder einer ewigen Bestrafung unterzogen werden. Die genaue Natur dieser Bestrafung variiert je nach theologischer Tradition und Interpretation der Schrift. Grundsätzlich aber haben die Hölleninsassen mit keinerlei Gnade zu rechnen.
Zu erwarten sind:
Ewiges Feuer
Eine der bekanntesten Beschreibungen der Hölle ist die eines Ortes des ewigen Feuers. In der Bibel wird mehrfach von einem „Feuersee“ oder einem „unauslöschlichen Feuer“ gesprochen (z. B. Matthäus 25:41, Offenbarung 20:14-15). Dieses Feuer ist symbolisch für unaufhörliche Qualen und Schmerzen.

Getrenntsein von Gott
Ein weiteres zentrales Element der Höllenvorstellung ist die ewige Trennung von Gott. Diese Trennung wird als äußerste Form der Strafe betrachtet, da sie bedeutet, dass die Sünder für immer von der göttlichen Liebe, Gnade und Gegenwart ausgeschlossen sind. Diese Isolation wird oft als das schlimmste aller Leiden beschrieben.
Leid und „höllische“ Qualen
Die Hölle wird oft als ein Ort des Leidens und der Qual beschrieben, wo die Seelen der Sünder unaufhörlich gepeinigt werden. Diese Qualen können sowohl physischer Natur (z. B. brennende Schmerzen) als auch emotionaler und geistiger Natur (z. B. ewige Reue und Verzweiflung) sein.
In Markus 9:48 wird die Hölle als ein Ort beschrieben, „wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt“. Klingt nach Übersetzungsfehler, meint aber vielleicht das ständige Nagende der Schuld und Sünde, die die Sünder unaufhörlich plagt.
An anderen Bibelstellen wird die Hölle als ein Ort des „Weinens und Zähneknirschens“ bezeichnet (z. B. Matthäus 13:42, Matthäus 22:13). Dies deutet auf unermessliches Leid und Verzweiflung hin, die die Sünder dort erleben.
Quellen und Schriften über die Hölle
In der Bibel gibt es zahlreiche Verweise auf die Hölle, sowohl im Alten als auch im Neuen Testament. Jesus spricht in den Evangelien mehrfach von der Hölle (z. B. Matthäus 25:41, Markus 9:43). In der islamischen Tradition wird die Hölle im Koran detailliert beschrieben (z. B. Sure 4:56, Sure 37:62-68).
Auch in anderen religiösen Texten wie den vedischen Schriften des Hinduismus und den buddhistischen Sutras gibt es Konzepte von Höllen, die als Orte der Läuterung und Bestrafung beschrieben werden.
Die Rolle des Teufels in der Hölle
In christlichen Vorstellungen wird der Teufel, oft als Satan bezeichnet, als Herrscher oder Oberhaupt der Hölle angesehen. Er ist der gefallene Engel, der gegen Gott rebellierte und daraufhin aus dem Himmel verbannt wurde (z. B. Jesaja 14:12-15, Offenbarung 12:7-9).
Satan als Herrscher der Hölle
Der Teufel ist das personifizierte Böse und die Verkörperung von Sünde und Versuchung. Seine Herrschaft über die Hölle symbolisiert die endgültige Bestrafung für all jene, die sich bewusst gegen Gott und seine Gebote entschieden haben.

Verführer der Seelen und Ankläger
Der Teufel spielt eine wichtige Rolle als Verführer, der Menschen dazu bringt, zu sündigen und sich von Gott abzuwenden. In der Bibel wird er oft als derjenige dargestellt, der die Menschen in Versuchung führt (z. B. Matthäus 4:1-11, 1. Petrus 5:8).
In einigen biblischen Texten, wie im Buch Hiob, wird der Teufel auch als Ankläger dargestellt, der die Sünden der Menschen vor Gott hervorhebt und ihre Bestrafung fordert.
Bestrafer der Sünder
Der Teufel wird als derjenige angesehen, der die Seelen der Verdammten in der Hölle quält und bestraft. Diese Vorstellung findet sich häufig in mittelalterlichen Darstellungen und Literatur, wie in Dantes „Göttlicher Komödie“.

Während traditionelle Ansichten den Teufel als aktiven Quäler in der Hölle sehen, gibt es auch theologische Interpretationen, die seine Rolle symbolisch deuten. In Offenbarung 20:10 wird der Teufel selbst als Insasse der Hölle gesehen, der am Ende der Zeiten ebenfalls bestraft wird.
Theologische und philosophische Perspektiven
Christliche Theologie
In der christlichen Theologie ist die Hölle traditionell ein Ort ewiger Bestrafung für die Sünder. Diese Vorstellung wurde im Laufe der Jahrhunderte von Theologen wie Augustinus von Hippo und Thomas von Aquin ausgearbeitet.
Sie sahen die Hölle als eine notwendige Konsequenz der göttlichen „Gerechtigkeit“. Das erscheint äußerst fragwürdig, weil zum Beispiel ja Menschen auch ohne eigenes Verschulden das „Wort Gottes“ verpasst haben könnten.
Nehmen wir nur an, es gäbe herzensgute Menschen in einem abgelegenen Tal Indiens, die noch nie von Jesus gehört hätten. Die könnten so gut sein, wie sie wollten – trotzdem würden sie zur Hölle fahren.

Das wirft Fragen auf. Ein echtes Problem für christliche Exegeten war zum Beispiel, was mit den Seelen ungetaufter Kinder nach ihrem Tod passiert. Zur „Harmonisierung“ diente das Konzept des Fegefeuers („Purgatorium“).
Fegefeuer vs. Vorhölle vs. Hölle
Fegefeuer, Vorhölle und Hölle sind drei verschiedene Konzepte im christlichen Glauben, die sich hinsichtlich ihrer Funktion, Dauer und der betroffenen Seelen unterscheiden.
Fegefeuer (Purgatorium)
Das Fegefeuer ist ein vorübergehender Zustand der Reinigung für Seelen, die im Glauben gestorben sind, aber noch nicht vollkommen rein sind, um direkt in den Himmel zu gelangen. Es dient der Läuterung und Buße für verbliebene Sünden, die nicht schwerwiegend genug sind, um die Verdammung zu rechtfertigen.
Die Vorstellung des Fegefeuers findet sich vor allem in der katholischen Theologie und stützt sich auf Traditionen und Schriften wie das zweite Buch der Makkabäer (2 Makk 12:45) sowie Aussagen von Kirchenvätern und mittelalterlichen Theologen. Bereits seit der Antike kennen wir das Konzept des „reinigenden Feuers“.
Vorhölle (Limbus)
Katholiken denken sich zudem noch eine Vorhölle. Dies ist so eine Art Außenbezirk der Hölle. Dort finden sich Seelen, die ohne eigenes Verschulden nicht in den Himmel kommen.
Zum Beispiel, weil Kinder gestorben sind, ohne getauft worden zu sein. Seit der Synode von Karthago (418) war es guter katholischer Glaube, dass ungetaufte Säuglinge in die Hölle kämen. Im Mittelalter versuchte man, dies etwas zu entschärfen. 2007 dann wurde die Vorhölle durch Papst Ratzinger endgültig abgeschafft (Quelle).

Theologische Interpretationen der Hölle
Im Gegensatz zum Fegefeuer ist die Bestrafung in der Hölle ewig. Endlos. Es gibt keine Möglichkeit der Reinigung oder des Übergangs in einen anderen Zustand. Das Ziel der Hölle ist die gerechte Bestrafung der Seelen, die sich durch ihre Taten und ihre Ablehnung Gottes selbst verurteilt haben. Es ist ein Ort der Hoffnungslosigkeit, da die Seelen wissen, dass ihre Bestrafung niemals endet.
Moderne Theologen haben neue Ansichten zur Hölle entwickelt, von einer symbolischen Interpretation bis hin zur Lehre von der „universellen Versöhnung“, die besagt, dass letztlich alle Seelen gerettet werden.
Liegt vielleicht daran, dass die PR für die Hölle doch einfach zu schlecht war und es insgesamt uncool ist, wenn Gott einen Teil der Freunde und die geliebte Oma Emmi in der Hölle schmoren lässt.

Annihilationismus
Einige christliche Theologen und Konfessionen vertreten die Ansicht des Annihilationismus, wonach die Seelen der Sünder nach einem bestimmten Zeitraum der Bestrafung vollständig zerstört oder ausgelöscht werden, anstatt ewig zu leiden.
Na ja, immerhin: Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.
Universelle Versöhnung
Andere Theologen befürworten die Lehre der universellen Versöhnung, die besagt, dass letztendlich alle Seelen gerettet und wieder mit Gott vereint werden, selbst nach einer möglichen Bestrafung in der Hölle. Guido hat euch also wieder lieb, auch wenn er euch ein oder zwei Äonen lang am Spieß röstet.
Symbolische Interpretation
Eine dritte Variante: Theologen interpretieren die biblischen Beschreibungen der Hölle symbolisch und sehen sie als Metaphern für den Zustand der Seele, die getrennt von Gott und der göttlichen Liebe lebt.
Andere religiöse Perspektiven
Im Hinduismus und Buddhismus gibt es Konzepte von Höllen, die jedoch oft als temporär und nicht ewig betrachtet werden. Sie dienen der Läuterung der Seele, die nach einer bestimmten Zeit in den Kreislauf der Wiedergeburt zurückkehrt. Im Islam wird die Hölle als ein sehr realer Ort des Leidens beschrieben, aber es gibt auch Interpretationen, die die Möglichkeit einer letztendlichen Erlösung zulassen.
Naturwissenschaftliche Plausibilität: Gibt es eine Hölle?
Aus naturwissenschaftlicher Sicht gibt es keine Beweise für die Existenz einer Hölle.
Keine empirischen Beweise für die Hölle
Die Vorstellung eines physischen Ortes der Bestrafung für Seelen entzieht sich der empirischen Überprüfung und widerspricht den Erkenntnissen der modernen Wissenschaften.
Wissenschaftler, die sich mit dem Thema befassen, betrachten die Hölle als ein kulturelles und psychologisches Phänomen, das in verschiedenen Gesellschaften unterschiedliche Funktionen erfüllt.
Psychologische Erklärungsansätze für Höllenphantasien
Psychologen und Anthropologen sehen die Vorstellung der Hölle als ein Mittel zur sozialen Kontrolle und moralischen Erziehung, wie weiter oben bereits beschrieben.
Die Angst vor ewiger Bestrafung konnte und könnte als wirksames Instrument dienen, um Menschen zur Einhaltung gesellschaftlicher Normen und ethischer Regeln zu bewegen. In diesem Sinne hat die Hölle eine wichtige Funktion in vielen religiösen und kulturellen Systemen, unabhängig von ihrer tatsächlichen Existenz.
„Gibt es eine Hölle?“ Fazit
Die Frage nach der Hölle bleibt eine der tiefgründigen und kontroversen Fragen der Menschheit. Historisch und theologisch ist die Vorstellung von der Hölle tief in vielen Religionen verwurzelt. Naturwissenschaftlich gesehen gibt es jedoch keine Beweise für ihre Existenz.
Ob die Hölle als realer Ort existiert oder nur ein kulturelles und psychologisches Konzept ist, bleibt letztlich eine Frage des persönlichen Glaubens und der religiösen Überzeugung.
Meine persönliche Meinung ist, dass man Kinder mit diesem Konzept nicht in Berührung bringen sollte. Es trägt sadistische und durch das Konzept des „Gedankenverbrechens“ auch totalitäre Züge.

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