Sklaverei in der Bibel

Sklaverei in der Bibel

Was hat die Bibel mit Sklaverei zu tun? Die Bibel gilt Millionen Menschen als moralische Richtschnur: angeblich göttlich inspiriert („Verbalinspiration“), zeitlos gültig und unfehlbar. Und genau hier beginnt das Problem. 

Denn wer sich durch die Seiten des „Heiligen Buches“ blättert, stößt unweigerlich auf eine Institution, die heute als unethisch, grausam und menschenverachtend gilt: die Sklaverei. 

Biblische Sklaverei: göttliche Ordnung und menschliche Unfreiheit

Und anders als gerne behauptet, ist sie kein historischer Nebenschauplatz oder bedauerlicher „Kontext“, sondern integraler Bestandteil der biblischen Welt – rechtlich geregelt, religiös abgesegnet, theologisch verteidigt. 

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Wer das ignoriert oder relativiert, verteidigt ein Weltbild, in dem menschliche Freiheit nicht göttlicher Wille, sondern willkürliche Ausnahme ist.

Es würde nur einen Absatz brauchen oder nur ein Gebot – schon könnte die Bibel klarstellen: Der Besitz anderer Menschen ist verboten. Ist unmenschlich. Diesen Absatz gibt es aber nicht. Und auch kein Gebot. Im Gegenteil.

Warum Sklaverei kein Nebenschauplatz, sondern Teil der biblischen Moral ist

Die Bibel schildert Sklaverei einfach als Tatsache der antiken jüdischen Kultur: Ist halt so. Am Anfang des Alten Testaments verflucht Noah (der Typ mit der Arche bei der Sintflut) seinen Sohn Ham. Dieser wurde dann zum Stammvater der Kanaaniter, sein Fluch allerdings gleichzeitig die Rechtfertigung für deren Versklavung (Genesis 9,18–27). Nur, weil Noah besoffen nackt herumlag.

20 Noah aber, der Ackermann, pflanzte als Erster einen Weinberg. 21 Und da er von dem Wein trank, ward er trunken und lag im Zelt aufgedeckt. 22 Als nun Ham, Kanaans Vater, seines Vaters Blöße sah, sagte er’s seinen beiden Brüdern draußen. 

23 Da nahmen Sem und Jafet ein Kleid und legten es auf ihrer beider Schultern und gingen rückwärts hinzu und deckten ihres Vaters Blöße zu; und ihr Angesicht war abgewandt, damit sie ihres Vaters Blöße nicht sähen. 

24 Als nun Noah erwachte von seinem Rausch und erfuhr, was ihm sein jüngster Sohn angetan hatte, 25 sprach er: Verflucht sei Kanaan und sei seinen Brüdern ein Knecht aller Knechte! 26 Und sprach weiter: Gelobt sei der HERR, der Gott Sems, und Kanaan sei sein Knecht! 27 Gott schaffe Jafet weiten Raum und lasse ihn wohnen in den Zelten Sems und Kanaan sei sein Knecht!

Das jüdische Gesetz unterschied zudem nach Herkunft in einheimische und fremde Sklaven (Lev. 25,44–46).

Die Bibel beschreibt Sklaverei nicht nur, sie reguliert sie – so, wie sie Speisegebote oder Opferpraktiken regelt. Sklaverei wird nicht als moralisches Problem erkannt, sondern als Teil einer gottgewollten Ordnung dargestellt. Dementsprechend finden sich nur Hinweise in der Bibel, wie man „richtig“ versklavt. 

Wer wiederum versklavt wird, hat laut Bibel zwar Pech – aber nicht unbedingt Unrecht erfahren. Statt ethischer Empörung liefert der Text praktische Tipps für den Umgang mit „Eigentum in Menschengestalt“. Das ist keine Randnotiz, das ist System.

Wie lässt sich Sklaverei mit unseren heutigen Werten vereinbaren? Das diskutieren Alex O’Connor und ben Shapiro im Video. Das Video kannst du dir in den Untertiteln übersetzen lassen

Die bleibende Wirkung auf westliche Kultur und Theologie

Die Legitimierung der Sklaverei durch die Bibel hatte Jahrhunderte lang reale Folgen. In Europa und Nordamerika stützten sich Sklavenhalter und Theologen gleichermaßen auf die Schrift, um Sklaverei zu rechtfertigen. 

Sklaverei in der Bibel
In diesem Bild sieht man eine versklavte Familie, deren Vater gerade von Mutter und Kind getrennt wird. Diese wurden an einen anderen Händler verkauft als der Mann

Wer sich auf eine „göttliche Ordnung“ beruft, muss sich nicht mit Gerechtigkeit oder Menschenwürde abgeben – und genau das wurde im Namen der Bibel systematisch getan. 

Sklaverei im Alten Testament

Die theologischen Folgen wirken bis heute nach. Sehen wir uns einige der biblischen Textstellen über Sklaverei an. 

Wer schrieb die Bibel?: So entstand das alte Testament
Über die Entstehung des „Alten Testaments“: Viele Jahrhunderte lang beschäftigte die Frage nach den Verfassern des AT Gelehrte und Forscher. [Anzeige]

Exodus 21: Regeln für den Besitz von Sklaven

Im Buch Exodus wird Sklaverei nicht abgeschafft, sondern in praktische Regeln gegossen: Sechs Jahre soll ein hebräischer Sklave dienen, im siebten Jahr freigelassen werden – sofern er allein gekommen ist. 

Kommt er mit Frau, darf er sie mitnehmen. Wurde sie ihm vom Herrn gegeben, muss sie bleiben. Die Regelung schützt also nicht die Freiheit, sondern den Besitzstand des Sklavenhalters. Es geht um Verwaltung, nicht um Ethik.

Züchtigungsrecht bei Sklaven

Sklaven soll man nicht schlecht behandeln; schließlich sind sie wertvoll. Ihr Tod allerdings wird nur bestraft, wenn er „zu früh“ eintritt.

„Wenn jemand seinen Knecht oder seine Magd mit einem Stock schlägt, sodass er oder sie unter der Hand stirbt, so soll das gerächt werden. Ist er aber einen oder zwei Tage am Leben geblieben, so soll er nicht gerächt werden, denn es ist sein Geld.“

2. Mose 21,2–6

Sklaven sind also in erster Linie Kapital, deren Wohlergehen absolut zweitrangig ist.

Zudem wird Sklaven an den meisten Stellen intellektuelle und moralische Einsicht abgesprochen – ein klassisches Herrschaftsargument zur Entmündigung.

Bibel Sklaven
„Eine andere Sprache verstehen die gar nicht …“

3. Mose 25:44–46: Erb-Sklaven aus anderen Völkern

Noch deutlicher wird die Abwertung des Menschen in 3. Mose 25, wo fremde Völker ausdrücklich als Quelle „erblicher Sklaven“ genannt werden. 

„Deine Knechte und Mägde, die du haben wirst, sollen von den Heiden sein, die um euch her sind. […] Ihr sollt sie als Erbbesitz auf eure Kinder vererben […]; ihr sollt sie ewig besitzen.“

3. Mose 25

Sklaverei wird hier ethnisch legitimiert – nicht nur erlaubt, sondern als dauerhafte, vererbbare Einrichtung beschrieben.

Bibel Sklaven
Hier bleibt wenig Interpretationsspielraum

Israeliten dürfen also Sklaven kaufen, behalten und an Kinder weitervererben – lebenslang. Für die eigenen Leute gelten andere Regeln, doch wer nicht Israelit ist, gilt offenbar nicht als gleichwertig. Das ist nicht nur diskriminierend – es ist eine frühe Form religiös sanktionierter Apartheid.

Die Unterscheidung zwischen israelitischen und fremden Sklaven

Diese Unterscheidung zieht sich durch das gesamte Alte Testament: Die eigenen Leute werden besser behandelt, Fremde bleiben rechtlos. Es ist eine Ethik der Gruppe, keine der Menschheit. Es ist Tribalismus, kein Humanismus.

Moral gilt hier exklusiv – und wer sich außerhalb des „auserwählten“ Volkes befindet, verliert nicht nur Schutz, sondern auch Würde. Diese Logik der religiösen Sonderrechte ist die ideologische Wurzel sämtlicher späterer Unterdrückung im Namen Gottes. Die Bibel erlaubt die Versklavung ganzer Bevölkerungen nach militärischem Sieg – einschließlich der Frauen und Kinder.

„Wenn du vor eine Stadt ziehst, um gegen sie zu kämpfen, so sollst du ihr Frieden anbieten. […] Aber die Frauen, Kinder, das Vieh und alles, was in der Stadt ist, sollst du dir zur Beute nehmen.“

5. Mose 20,10–14

Good News: Nach sechs Jahren sollen zumindest hebräische Sklaven freigelassen werden. Will einer dann aber trotzdem noch bei seinem Halter bleiben, dann aber bitteschön gleich für immer. Diese dauerhafte Versklavung wird dann durch symbolischen Körperschmuck legitimiert.

„Wenn du einen hebräischen Knecht kaufst, soll er dir sechs Jahre dienen; im siebenten soll er frei ausziehen ohne Lösegeld. […] Hat dir aber der Knecht gesagt: Ich habe meinen Herrn lieb […], so soll sein Herr ihn vor die Tür oder den Pfosten stellen und ihm das Ohr mit einer Ahle durchbohren – so soll er sein Knecht sein für immer.“ 

2. Mose 21,2–6

Frauen als Kriegsbeute und Sexsklavinnen

Besonders perfide ist der Umgang mit weiblichen Sklaven, die „der HERR, dein Gott, dir in deine Hände gibt“. In 5. Mose 21 etwa dürfen israelitische Männer gefangene Frauen „nehmen“, also vergewaltigen, sie „ihre Nägel schneiden lassen“ (als Reinigungsritual) und nach einem Monat Trauerzeit, der ihr gnädigerweise zugedacht wird, zur Frau machen. 

Das Alte Testament legitimiert hier systematische sexuelle Ausbeutung unter dem Deckmantel des Gesetzes. Und nein, das ist nicht „zeitgemäß“, sondern zeitlos unmoralisch.

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Sklaverei im Neuen Testament

Was sagt eigentlich Jesus zur Frage der Sklaverei? Sicherlich gibt es im Neuen Testament eine menschenfreundlichere Haltung?

Paulus und die „christliche“ Unterordnung: Epheser 6,5

Nope. Auch das Neue Testament bricht nicht mit der Sklaverei, sondern schreibt sie theologisch fort.

In Epheser 6,5 werden Sklaven ermahnt, ihren Herren „mit Furcht und Zittern“ zu gehorchen, „als Christus“. Kein Aufruf zur Befreiung, kein Wort zur Ungerechtigkeit der Institution – nur zur Loyalität. Paulus setzt nicht auf Rebellion, sondern auf Anpassung. Und das im Namen Jesu.

Der Brief an Philemon: Zwischen Appell und Anpassung

Im Philemonbrief bittet Paulus den Sklavenhalter Philemon, seinen entflohenen Sklaven Onesimus „nicht mehr als Sklaven, sondern als Bruder“ aufzunehmen. Dieser Paulusbrief wird – im Gegensatz zu vielen anderen – als authentisch angesehen. 

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Paulus’ Ansinnen klingt edel – ist aber keine Aufforderung zur Freilassung. Paulus bleibt vage, höflich, systemkonform. Der Brief dient trotzdem als Muster für jene, die sagen: „Die Bibel war doch menschenfreundlich.“ Tatsächlich bleibt sie beim Thema Sklaverei erschreckend handzahm – und moralisch defensiv.

Jesus schweigt – das große Nichts zur Sklaverei

Und Jesus? Der schweigt. 

Kein einziges Wort gegen Sklaverei wird ihm in den Evangelien zugeschrieben. Er predigt Feindesliebe, fordert Besitzlosigkeit – aber zum Skandal der Versklavung: kein Kommentar.

Wer den Sohn Gottes als moralisches Vorbild sieht, muss sich fragen: Warum keine Position zur alltäglichen Unterdrückung von Millionen? Das Schweigen ist beredt – und entlarvend.

Theologische Ausflüchte zur biblischen Sklaverei und apologetische Verrenkungen

Natürlich sind christliche Apologeten schnell mit einer ganzen Reihe von Ausreden zur Hand. Das kennen wir schon von anderen kritischen Positionen in der Bibel, wie etwa den göttlichen Tötungsgeboten (Infantizid, Völkermord), der Todesstrafe auch für nichtige Verbrechen und Lappalien oder das herabwürdigenede Frauenbild in der Bibel.  

atheistisches Meme

„Kontextualisierung“ der Sklaverei in der Bibel als Rechtfertigungsstrategie

Wenn heutige Theologen mit biblischer Sklaverei konfrontiert werden, flüchten sie gerne in die „Kontextualisierung“: Damals war das halt so. (Siehe oben im Rad auf 1 Uhr.)

Die Bibel sei ein „Produkt ihrer Zeit“ und müsse „im historischen Kontext gelesen“ werden. Klingt plausibel – verschweigt aber: Dieselben Kreise halten die Bibel sonst für zeitlos gültig. Wer die Sklaverei relativiert, aber andere Stellen wörtlich nimmt, macht sich selektiver Moral schuldig. Ganz schön ironisch, wenn man bedenkt, dass die Bibel oft als angebliche Quelle objektiver Moral ins Feld geführt wird. 

Bibel-Exegese: Rosinenpicken (Cherry-Pikcing)
Das nennt sich dann Bibel-Exegese

Die Illusion der „milden“ biblischen Sklaverei

Ein weiteres Lieblingsargument lautet, biblische Sklaverei sei „milder“ gewesen als moderne. Doch das ist blanke Beschönigung. Sklaverei ist Zwang, Eigentum an Menschen, das Brechen von Autonomie – ob mit oder ohne Peitsche. 

Wer das verharmlost, rechtfertigt strukturelle Gewalt. Und vor allem: Wenn die Bibel göttlich inspiriert ist – warum enthält sie nicht ein einziges Verbot dieser „milden“ Menschenhaltung?

Nachwirkungen und moralisches Dilemma

Die Vorstellung, dass moralische Gebote „zeitbedingt“ seien, widerspricht dem Anspruch objektiver göttlicher Wahrheit. Entweder Menschenwürde gilt immer – oder nie. Wer heute Menschenrechte verteidigt, kann sich nicht auf eine Schrift berufen, die Menschen als Ware behandelt. Religiöse Moral, die nur gilt, wenn’s passt, ist gar keine Moral keine – sondern Heuchelei mit Heiligenschein.

Die Bibel als Legitimationsgrundlage im transatlantischen Sklavenhandel

Die transatlantische Sklaverei wurde nicht trotz, sondern mit der Bibel gerechtfertigt. 

Plantagenprediger zitierten Paulus, baptistische Pastoren aus den Südstaaten verteidigten ihre „Institution“ mit Mose-Gesetzen. Wer Gottes Wort auf seiner Seite wähnt, braucht keine Ethik – nur Gehorsam. Die Bibel wurde so zum ideologischen Rückgrat eines der größten Menschheitsverbrechen.

Sklaverei in der Bibel
Die biblische Ideologie war grundlegend für die Versklavung von Menschen aus Afrika in den amerikanischen Kolonien. Im Bild wird eine Sklavin gebrandmarkt

Sklaverei im Namen Gottes: Predigten in den Südstaaten

In den USA wurden ganze Generationen von Sklavenhaltern durch Sonntagsreden beruhigt: Sklaven seien von Gott bestimmt, Gehorsam eine Tugend, Freiheit ein gefährlicher Traum. Die Bibel diente nicht der Befreiung – sie diente der Disziplinierung. 

Das geistliche Wort wurde zur Kette, die den Körper festhielt und das Gewissen beruhigte. Dazu wurden sogar eigene „Sklavenbibeln“ gedruckt, damit die Sklaven sich selbst davpn überzeugen konnten, dass ihr Schicksal gottgewollt sei. Kritische Passagen (Flucht aus Ägypten, Aufbegehren, Unruhen …) wurden vorher selbstverständlich entfernt.

Die Sklavenbibel ist demnach eine redigierte Ausgabe der King-James-Bible – es gibt kein zusätzliches Material in der Bibel, nur redigierte Passagen. In dieser Version der Bibel sind 90 Prozent des Alten Testaments und 50 Prozent des Neuen Testaments nicht enthalten. Es fehlen alle Psalmen, die von der Hoffnung auf Gottes Befreiung aus der Unterdrückung sprechen, sowie das gesamte Buch der Offenbarung.

Wenn Heilige Schriften Unrecht salonfähig machen

Die biblische Sklaverei ist ein Lehrbeispiel dafür, wie religiöse Texte nicht nur legitimieren, sondern moralisch entlasten können. Wer sich auf „Gottes Wort“ beruft, muss nicht argumentieren.

So wird Unrecht „heilig“ – und der Zweifel zur Sünde. Das ist keine Marginalie antiker Literatur – das ist ein strukturelles Problem jeder Offenbarungsreligion mit kodifizierter Moral.

Eine Bibel, die keine Menschenrechte kennt

Die Bibel kennt keine generelle Verurteilung der Sklaverei – im Gegenteil, sie normiert und strukturiert sie. Wer sie als „Gottes Wort“ verteidigen will, muss entweder argumentativ gymnastische Höchstleistungen vollbringen – oder sich der schmerzhaften Einsicht stellen, dass auch „heilige Schriften“ Produkte ihrer Zeit und Ideologie sind. 

Warum religiöse Moral skeptisch geprüft werden muss

Die Bibel kennt kein universales Menschenrecht, keine Unveräußerlichkeit der Würde, keine Gleichheit aller vor dem Gesetz – diese Ideen sind Produkte moderner, säkularer Aufklärung. 

Wer also glaubt, ethische Maßstäbe ließen sich aus der Bibel ableiten, verwechselt moralische Evolution mit religiöser Tradition. Kritische Bibellektüre ist kein Angriff auf den Glauben – sondern eine Voraussetzung für moralische Redlichkeit.

Kritische Bibellektüre ist eine Voraussetzung für moralische Redlichkeit.

Was eine moderne Ethik vom biblischen Menschenbild trennt

Moderne Ethik basiert auf Autonomie, Gleichberechtigung und Empathie – nicht auf göttlichem Gehorsam, Abstammung oder Auserwählung. Die Bibel dagegen differenziert zwischen Männern und Frauen, Freien und Sklaven, Juden und Heiden. Ihre Moral ist exklusiv, hierarchisch und oft grausam. Das muss man nicht verurteilen – aber man darf es auch nicht schönreden.

Die Relevanz der Bibelkritik in einer humanistischen Gesellschaft

In einer Welt, die Menschenrechte verteidigt, darf die Bibel nicht als moralischer Kompass gelten. 

Ihre historischen, ethischen und theologischen Schwächen müssen benannt werden – nicht aus Feindseligkeit, sondern aus Verantwortung. Wer eine humanistische Gesellschaft will, braucht keine „heilige“ Rechtfertigung für Unrecht – sondern Mut zur Kritik. 

Die Bibel ist ein wichtiges kulturelles Dokument. Aber sie ist kein ethischer Freifahrtschein. Schon gar keiner für die Versklavung von Menschen.

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